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Die Geschichte der Ortsfeuerwehr Holtebüttel

Die Ortsfeuerwehr Holtebüttel wurde im Jahr 1948 als Freiwillige Feuerwehr Holtebüttel gegründet. Sie ging aus den Mitgliedern der 1902 gegründeten Pflichtfeuerwehr Holtebüttel hervor. Einige Männer, die sich um Hermann Mattfeldt gruppiert hatten, hoben die Holtebütteler Feuerwehr wieder als „Freiwillige Einrichtung“ aus der Taufe. Nachdem die Gemeinde die formelle Einrichtung abgeschlossen hatte wurde Hermann Mattfeldt zum Gemeindebrandmeister und Hermann Kohnen zu seinem Stellvertreter ernannt. Für die Feuerwehrmänner aus den Ortschaften Dahlbrügge, Holtebüttel, Nindorf, Overing und Schülingen, die ab jetzt wieder in Ihrer Dorfgemeinschaft Holtebüttel für den Brandschutz da waren, gestalteten sich die ersten Jahre schwierig. Ein TSA war vorhanden doch es fehlten die Dinge die in den Kriegswirren zu kurz kamen. So wurde die Löschwasserversorgung mit Feuerlöschbrunnen zum größten Teil von den Kameraden selbst neu erstellt. Auch die Uniformen, die ebenfalls auch Einsatzkleidung war, wurden nur nach und nach beschafft. Ein Feuerwehrhaus oder Geräteraum gab es nicht, so wurde der Tragkraftspritzenanhänger (TSA) beim Gemeindebrandmeister in einer Garage untergestellt. Einsätze in den anfangs Jahren beschränkten sich hauptsächlich auf Brandbekämpfung im eigenen Einsatzbereich sowie in der Nachbarschaft als „nachbarschaftliche Löschhilfe“.

Organisatorisch war man mit den Feuerwehren aus Völkersen, Langwedel, Walle, Scharnhorst, Dauelsen und Eissel dem Feuerwehr-Unterkreis 3 des Landkreises Verden zugeordnet. In dieser Organisationseinheit wurden die Grundausbildungen, Übungen und Wettkämpfe geplant und durchgeführt. Nach und nach normalisierte sich der Feuerwehrdienst und die ersten Erfolge bei Unterkreis- und Kreiswettkämpfen stellten sich ein. Hermann Intemann übernahem in den Fünfzigern den Posten als Stellv. Gemeindebrandmeister. Um 1956 begann man mit der Beschaffung einer neuen Tragkraftspritze (TS), deren Beschaffung mehrmals verschoben wurde und ungefähr Zeitgleich mit einem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) angeschafft wurde.

Im Jahr 1960 war dann alles soweit beschafft das TSF auf VW Bully und die neue Metz TS waren da, nun fehlte noch eine eigene Unterkunft der Feuerwehr. Enge und fehlender Platz in der Garage des Gemeindebrandmeisters machten die Notwendigkeit eines eigenen Feuerwehrhauses deutlich. Auch der Bürgermeister sowie der Gemeinderat stimmten letztendlich einem Neubau zu. Da 1960 das „Raaben-Hus“ wegen der neuen Autobahrn „A27“ abgerissen werden mußte kam die Idee die Baustoffe dieses Hauses als Grundlage für den Feuerwehrhausneubau zu nehmen. So wurden Die Grundmaße von dem Haus übernommen und der Dachstuhl komplett übernommen. Türen, Fenster, Kalksandsteine und auch diverse andere Dinge fanden sich im neuen Feuerwehrhaus wieder. Neu wurden nur die Klinker und Dachpfannen neu beschafft, so konnte 1966 dann ein von außen neues Feuerwehrhaus der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Feuerwehrleute hatten viele Stunden Eigenleistung in Ihr neues Feuerwehrhaus in Holtebüttel an der Straße „Am Brockkamp“ investiert. Ende der sechziger Jahre trat die „neue Generation“ an um die Feuerwehr zu leiten. Zuerst wurde im Jahr 1968 die Jugendfeuerwehr gegründet die seit 1967 in Planung stand und von Heinz-Hermann Lindhorst dann im Jahr 1968 Offiziell gegründet wurde. Johann Intemann als Stellvertretender Jugendwart und viele andere Kameraden unterstützen diese neue Einrichtung „Jugendfeuerwehr“. 1969 Übergab Hermann Mattfeldt das Amt als Gemeindebrandmeister nach über 20 Jahren Heinz-Hermann Lindhorst. Hermann Intemann (nach über 15 Jahren im Amt) übergab ebenfalls sein Amt als Stellvertreter an Kurt Sündermann weiter.

Die weitere erfolgreich Geschichte der Jugendfeuerwehr finden Sie im Bereich Jugendfeuerwehr > JF Holtebüttel

Gut ausgerüstet für das neue Jahrzehnt bekam die Holtebütteler Feuerwehr im Jahr 1971 ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF8). Das modern LF8 auf einem Mercedes-Benz 408 Fahrgestell wurde von Firma Bachert geliefert und sollte den neuen Anforderungen der Feuerwehr gerecht werden. Denn immer mehr Aufgaben wie Verkehrsunfälle, technische Hilfeleistungen kamen neben den klassischen Aufgaben für die Feuerwehren dazu. Die neue Führung bekam aber auch gleich mit der „Großen-Gemeinde-Reform“ eine gewaltige Aufgabe aufgebürdet. Nach Gründung der neuen Gemeinde Flecken Langwedel mit den Ortschaften Daverden, Etelsen, Haberloh, Holtebüttel, Langwedel und Völkersen wurde auch die Feuerwehr neu aus der Taufe gehoben die Freiwillige Feuerwehr Flecken Langwedel mit Ortsfeuerwehren Cluvenhagen, Daverden, Etelsen, Holtebüttel, Langwedel und Völkersen. Die Ortsfeuerwehr Langwedel wurde als Stützpunktfeuerwehr ausgestattet. Da der Holtebütteler Gemeindebrandmeister Heinz-Hermann Lindhorst auch in der neuen Gemeindefeuerwehr Gemeindebrandmeister wurde und diese Amt bis 1991 ausgeübt hat, musste in Holtebüttel ein neuer Ortsbrandmeister gewählt werden. Johann Intemann übernahm dieses Amt und wurde ab 1976 Ortsbrandmeister in Holtebüttel. Kurt Sündermann blieb Stellvertretender Ortsbrandmeister, dieses „Führungsduo“ blieb bis 1988 im Amt. Adalbert Meyer übernahm das Amt des Jugendwartes für zwei Jahre und wurde 1978 durch Ralf Lindhorst abgelöst.

In den siebzigern wurde der Sprechfunk in allen Fahrzeugen eingeführt und die dazugehörige Feuerwehrleitstelle im Landkreis eingerichtet. Ebenso wurde die Alarmierung der Sirenen auf Funkalarmierung umgerüstet. Auch wurde ein sogenannter Einsatzstellen-Funk im Flecken Langwedel eingeführt der in den 1980er als 2m-Band Funk ausgebaut wurde. Die Einführung der Funkmeldeempfänger (sogenannte Pieper) wird bis heute für die einzelnen Feuerwehren durchgeführt und immer wieder erweitert. Auch ist diese Zeit von der Einführung der Pressluftarmer geprägt und viele Kameraden wurden dafür mit einer eigenen Schulung durch Wilhelm Meyer aus Cluvenhagen geschult und ausgebildet.
In der achtziger übernimmt die Holtebütteler Wehr den Bereich Ölschadensbekämpfung auf Straßen ( auf Land ) im Gemeindegebiet und erhält zusätzliche Gerätschaften für diese Aufgabe und einen VW-Bully (T1) als Einsatzfahrzeug, diese wurde 1985 durch ein Mercedes-Benz 208 ersetz. Durch Einführung einer Flächendeckenden neue AGT-Schulung mussten viele Kameraden nochmals als Atemschutzgeräteträger geschult werden. 1988 Tritt Kurt Sündermann als Stellvertreter nach fast 20 Jahren ab und übergibt Ralf Lindhorst das Amt, der wiederum das Amt als Jugendwart an Wolfgang Röttjer weiter gibt.
1990 Übernimmt dann Ralf Lindhorst das Amt als Ortsbrandmeister, das Johann Intemann nach 16 Jahren abgibt. Die Funktion des Stellvertreters übernimmt Wolfgang Röttjer. Das Feuerwehrhaus entsprach nicht mehr den Anforderungen der Zeit so z.B. der Unfallverhütungsvorschriften. In den neunziger wurden mehrere Vorschläge und Varianten Rund um die Modernisierung des Feuerwehrhauses gemacht bevor sich die Gemeinde für einen Neubau entschied, der 1999 dann Eingeweiht wurde. 1996 Übernahm Adalbert Meyer das Amt des Stellvertretenden Ortsbrandmeisters und 1998 dann den Posten des Ortsbrandmeisters. Sein neuer Stellvertreter wurde Heiner Lindhorst.
Ein neuer Geräteanhänger und ein neues MTF ließ Anfang des neuen Jahrtausend den Bestand der Holtebütteler Feuerwehr wachsen der bisherige GW-Öl auf Mercedes 208 Basis hatte seinen Dienst getan. Das Löschfahrzeug wurde mit einer IFEX-Löscheinrichtung zusätzlich ausgestattet um auch einfache PKW-Brande besser zu bekämpfen können. Die Pressluftgeräte werden im ersten Jahrzehnt erneuert, damit ist die Ergonomie erheblich verbessert worden. Heiner Lindhorst gibt das Amt des Stellvertretende Ortsbrandmeisters auf, da er als Gemeindebrandmeister gewählt wurde(dieses Amt übte er bis 2015 aus) und Lars Rohde übernimmt dieses Amt bis 2010 um dann als Ortsbrandmeister die Feuerwehr zu leiten. Heiko Haase wird stellvertretender Ortsbrandmeister.
Seit 2011 ist eine gemeinsame Kinderfeuerwehr mit der Ortsfeuerwehr Völkersen eingerichtet. Der gesamte Funk wird auf Digitalfunk umgestellt und wird innerhalb eines Jahres eingeführt, mit Schulungen und allen Fahrzeug umbauten, auch ist der Einsatzstellenfunk gleich mit umgestellt worden und ist jetzt ebenfalls mit Digitalfunkgeräten ausgestattet. Die Umstellung der Alarmierungen wird folgen. Im September 2017 war es dann soweit, ein neues Löschgruppenfahrzeug (kurz LF 10) für die Ortsfeuerwehr beschafft. Mal sehen wie es weiter geht.